Heute hat Japan eine industrialisierte, freie Marktwirtschaft. Doch viele Elemente weisen immer noch auf die Vergangenheit von Japan als gelenkte Volkswirtschaft hin. Dabei wurde in den letzten Jahren in Japan sehr viel dereguliert und privatisiert. Dabei wurde der wohl mit größte Schritt im Oktober 2007 vollzogen. Und zwar mit der Privatisierung der Japanischen Post. Gemessen an der Kaufkraft steht Japan heute auf Platz 3 der Weltwirtschaften, nach den USA und China und noch vor Deutschland und Frankreich. Allerdings steht Japan, wenn man die EU als eine Volkswirtschaft rechnet an vierter Stelle. Im Jahr 2005 exportierte Japan Waren in einem Wert von 594 Milliarden Dollar. Auch hier nahm Japan den vierten Platz ein, hinter Volksrepublik China, Deutschland und den USA.
Sitten und Gebräuche
Dabei gibt es bei den Firmen in Japan noch sehr viele Traditionen, die hochgehalten werden.
Hierzu gehört auch die traditionelle Übergabe von Visitenkarten. Diese haben allgemein in Japan einen sehr viel höheren Stellenwert als in Europa. Wichtig ist dabei zunächst einmal, dass man den Namen richtig geschrieben hat auf der Visitenkarte. Bei der Übergabe spielt die genaue Position des Kartenbesitzers im Unternehmen eine wichtige Rolle. Dabei erfolgt die
Übergabe einer Karte ganz festen Abläufen.. Die ältere Person bzw. die ranghöhere Person muss der jüngeren bzw. der rangniedrigeren Person als erstes die Visitenkarte übergeben. Die Übergabe erfolgt mit beiden Händen und einer anschließenden Verbeugung. Die Visitenkarte wird die Karte genau betrachtet. Auf keinen Fall die Visitenkarte sofort einstecken. Die Visitenkarte sollte auf keinen Fall in die Hosen- bzw. Gesäßtasche gesteckt werden. Die Übergabe der Visitenkarte durch den Rangniederen bzw. Jüngeren geschieht dann auf gleiche Weise. Von der Größe her sind die Visitenkarten in Japan im Übrigen gleichgroß wie in Europa.